Fleischverarbeitung
Schlachthöfe, fleischverarbeitende Betriebe und Hersteller von Fleisch- und Geflügelhalbfabrikaten
In der Fleischverarbeitung – vom Schlachthof über Zerlegebetriebe bis hin zu Herstellern von Fleisch- und Geflügelhalbfabrikaten – fallen täglich große Mengen stark organisch belasteter Abwässer und Produktionsabfälle an. Die FlexBio-Technologie bietet flexible, wirtschaftliche Lösungen für die direkte Behandlung dieser Stoffströme – und gewinnt daraus wertvolle Energie.
Unsere kompakten, modularen Containeranlagen sind exakt auf die Anforderungen der Fleischindustrie abgestimmt. Sie reinigen Abwässer zuverlässig – auch bei stark schwankenden Inhaltsstoffen wie Fett, Blut, Eiweiß oder Reinigungsrückständen – und verwerten gleichzeitig Produktionsabfälle wie Schlachtnebenprodukte, Darminhalte oder Material aus Fettabscheidern zur Biogasproduktion. Das reduziert Entsorgungskosten, senkt Emissionen und steigert die Energieeffizienz Ihres Betriebs.
FlexBio macht die professionelle Abwasser- und Abfallverwertung auch für kleine und mittelständische Fleischbetriebe zugänglich. Mit unserer schlüsselfertigen Systemlösung erhalten Sie alles aus einer Hand – von der Planung über die Inbetriebnahme bis hin zur kontinuierlichen Betreuung.
90
Mit der anaeroben Abwasserbehandlung von FlexBio sparen Sie bis zu 90 % Energie im Vergleich zu herkömmlichen aeroben Verfahren – bei der Reduktion von 1 kg CSB liegt der Verbrauch bei nur 0,07–0,1 kWh statt 0,7–1 kWh.
3,5
Aus 1 kg CSB entsteht rund 0,35 m³ Methan, das ca. 3,5 kWh Primärenergie liefert. So wird aus Abwasser nicht nur sauberes Wasser – sondern auch wertvolle Energie.
6000
Schlacht- und Fleischabwasser liegt im Mittel bei rund 6.000 mg/l CSB, im Zulauf der betrieblichen Reinigung auch über 10.000 mg/l. Stark blut- und fetthaltige Teilströme aus Schlachtung und Kuttelei erreichen ein Vielfaches – ideale Voraussetzung für die anaerobe Energiegewinnung.
Abwasser aus Schlachtbetrieben ist mit Fett, Blut und Eiweiß stark belastet; bei Mischvieh liegt der CSB bei rund 6.250 mg/l.
Eingabe
Abwasserbehandlung, anaerobe Vorreinigung mit Energiegewinnung
Ergebnis
Schlachtnebenprodukte und Panseninhalt lassen sich gemeinsam vergären – aus dem Entsorgungsstrom wird eine Energiequelle.
Eingabe
Biogasanlage für Abfallbiomasse als kompakte Containeranlage
Ergebnis
Ob Reinigungswasser, Prozessabwasser oder Produktionsreste: Unsere modularen Anlagen sind flexibel skalierbar.
Im Zentrum steht der Hochleistungsfermenter, der organische Stoffe wie Blut, Fett oder Darminhalte effizient in Biogas umwandelt – eine wertvolle Energiequelle für Ihren Betrieb. So werden Abfälle zur Ressource.
Egal ob Schlachthof, Zerlegebetrieb oder Hersteller von Fleisch- und Geflügelprodukten – FlexBio liefert Ihnen eine passgenaue Lösung mit besten Ergebnissen. Platzsparend, zukunftssicher und nahtlos integrierbar in bestehende Prozesse.
Durch den anaeroben Reinigungs- und Vergärungsprozess entsteht klimafreundliches Biogas, das Sie direkt für Strom- und Wärmeerzeugung nutzen können. So senken Sie Ihre Energiekosten und verbessern Ihre CO₂-Bilanz – ein klarer Vorteil für Ihren Betrieb und die Umwelt.
63
63 erfolgreich ausgelieferte Projekte
44
44 Projekte in unterschiedlichen Phasen aktuell in Bearbeitung
95
95 GWh Energie bisher mit unseren Anlagen erzeugt
17733
17.733 Tonnen CO2 bisher eingespart
Schlachthof- und Fleischverarbeitungsabwasser liegt typischerweise zwischen 4.000 und 8.000 mg/l CSB, im Mittel bei rund 6.000 mg/l. Hinzu kommen hohe Fettgehalte von 500 bis 1.500 mg/l und ein hoher Stickstoffanteil aus Blut und Proteinresten. Die Werte schwanken stark über den Tag, weil Schlachtbetrieb, Brühwasser und die abendlichen Reinigungszyklen sehr unterschiedliche Frachten erzeugen. Genau diese hohe organische Fracht macht das Abwasser für die anaerobe Behandlung besonders attraktiv.
Wirtschaftlich interessant wird es meist ab etwa 50 bis 100 m³ Abwasser pro Tag. Rechenbeispiel: Ein Betrieb mit 100 m³/Tag und 6.000 mg/l CSB trägt eine Tagesfracht von 600 kg CSB. Bei einem Abbaugrad von rund 85 Prozent entstehen daraus etwa 178 Nm³ Methan pro Tag, entsprechend rund 1.780 kWh Energie – etwa 675 kWh Strom und 800 kWh Wärme im BHKW. Mit dem FlexBio-Projektrechner können Sie den Wert für Ihre eigenen Abwassermengen direkt nachrechnen.
Fette sind kein Störfaktor, sondern ein Energieträger: Sie liefern pro Kilogramm deutlich mehr Methan als Kohlenhydrate oder Proteine. Entscheidend ist die Vorbehandlung. Ein vorgeschalteter Fettabscheider und eine kontrollierte Rückführung des abgeschiedenen Materials verhindern Schwimmschichten und Verzopfungen im Reaktor. In der FlexBio-Containeranlage ist diese Vorstufe bereits integriert, sodass keine separate Anlagentechnik geplant werden muss.
Blut ist extrem proteinreich und setzt beim anaeroben Abbau Ammonium frei, das in hohen Konzentrationen die Methanbakterien hemmt. Die Lösung liegt in der Betriebsführung: getrennte Bluterfassung am Schlachtband, Pufferung der Spitzenfrachten und ein auf das C/N-Verhältnis abgestimmter Reaktorbetrieb. FlexBio legt die Anlage anhand Ihrer realen Frachtprofile aus, nicht anhand von Mittelwerten.
Fleischbetriebe zahlen als Indirekteinleiter häufig CSB-abhängige Starkverschmutzerzuschläge. Die anaerobe Vorbehandlung senkt die eingeleitete CSB-Fracht um typischerweise 80 bis 90 Prozent und reduziert damit die Abwassergebühren erheblich. Zusammen mit dem erzeugten Biogas ergeben sich in der Praxis Amortisationszeiten im Bereich weniger Jahre. Die konkrete Größenordnung für Ihren Betrieb liefert der Projektrechner.